Meine Süße und ich waren Ende Juni für eine Woche in Spanien. Es gab viele Hochs und Tiefs. Ich probiere es mal zu kategorisieren und zu bewerten.
Wohnen:
Unsere kleine Ferienwohnung war schön und vor allen Dingen in der Nähe des Mittelmeers (5 Gehminuten) mit toller Aussicht.
Die Wohnung war nicht luxuriös, verfügte aber über eigentlich alles was man braucht (z.B. Dusche, Herd, Kühlschrank, Backofen, Fernseher usw.).
Essen:
In Spanien nennt sich alles Restaurant oder Supermercado (Supermarkt). Wer bei Supermercado an z.B. Penny, ALDI oder LIDL denkt ist allerdings schief gewickelt. Supermercado ist gleichzusetzen mit einem Tante Emma Laden (die Preise sind auch vergleichbar). Wir haben zum Glück einen LIDL gefunden, indem wir alle Grundnahrungsmittel für eine Woche finden konnten. Viel, viel Wasser ist extrem wichtig. Zu dem Wort “Restaurant”: Am Anreisetag waren wir mit dem Auto unterwegs, um uns den Urlaubsort mal anzusehen und hatten doch auch etwas Hunger. Wir beschlossen das nächste Restaurant ist Unser. Ein relativ ansprechendes Schild ließ nicht lang auf sich warten. Als Sandra nach einer Menükarte fragte, zeigte ihr der Chef fünf Tiefkühlpizzen und fragte welche wir haben wollen – 5 Euro das Stück. Wir sind aufgestanden und gegangen. An einem anderen Tag haben wir ein spanisches Restaurant gesucht, um uns mal die Kultur des Landes zu verinnerlichen
– vergeblich, wir haben keins gefunden. Was wir gefunden haben waren englische Restaurants. Dort haben wir dann Steak und Pommes mit Salatbeilage gegessen – war in Ordnung auch vom Preis. Wir waren 2 mal bei Mc Donalds und haben 3 Tage selbst gekocht.
Leute:
Die Leute insgesamt waren eigentlich sehr nett, solange es Touristen oder Einheimische waren. Verkäufer, Bahnbeamte sowie Busfahrer (zu diesen OBJEKTEN später mehr) sind dort allerdings das Allerletzte – sehr unfreundlich und genervt.
Ein weiteres Problem: Wir waren an einem Urlaubsort welcher aus 80% Hotels bestand. Die Spanier sprachen zu 1% Deutsch und zu 10% Englisch, der Rest konnte nur Spanisch (selbst in Barcelona fiel die Quote nicht viel höher aus!!). Selbst Jugendliche um die 18 Jahre konnten meistens kein Englisch, so dass wir uns die meisten Fragen irgendwie selbst beantworten mussten, da mein Schulspanisch schlecht ist und schon eine Weile zurück liegt.
Verkehr:
Ein Wort – SCHRECKLICH
Die Autofahrer fahren wie sie wollen. Ob bei Rot, Spurenwechsel beim abbiegen oder mit 70km/h über Zebrastreifen. Dazu nicht genug, wird der Verkehr hauptsächlich über Kreisverkehr geregelt. Wir sind mit Sicherheit in der Woche durch mehr als 100 Kreisel gefahren, die in Barcelona teilweise 3-spurig waren. In Barcelona irgendwo am Straßenrand zu parken ist nicht möglich. Man darf am Straßenrand max. 2 Std. stehen und das nicht kostenlos. Parkhäuser gibt es auch en masse, die dann auch so teuer wie in der Bremer Innenstadt sind. Das absolute Negativhighlight war die Rückfahrt. Wir haben uns einen Tag vor Abreise erkundigt wann der Bus nach Barcelona fährt. Erkundigt heißt, ich habe einen Busfahrer (auf Spanisch) gefragt und auf den Fahrplan an der Haltestelle geschaut. Unser Bus sollte um 20:20 Uhr losfahren. Wir waren um 19:50 an der Haltestelle, denn wir durften diesen Bus nicht verpassen. Um 20:25 Uhr fragte ich das erste Mal einen Busfahrer dessen Bus in eine andere Richtung fuhr, wo denn unser Bus bleibt. Er erklärte mir in Fingersprache das dieser noch mind. 15 Mins braucht. Daraufhin habe ich 2 Std!!! jeden Busfahrer (ca. 20 Busse) gefragt wo unser Bus bleibt. Die Hälfte hat mir eine Zeitauskunft zwischen 5 und 30 Minuten gegeben. 3 Stück haben gesagt, dass der Bus gar nicht mehr kommt und der Rest wußte es nicht oder hat meine Frage nicht verstanden.
Wir sind dann zum Glück einfach in einen Bus nach Tarragona eingestiegen und von dort aus mit dem letzten Zug nach Barcelona gefahren. Dies haben wir nur mit einer freundlichen spanischen Hotelrezeptionistin und einer teuren Taxifahrt geschafft. Lobend muss man den Zugverkehr erwähnen. Züge sind klimatisiert und von unseren 4 Zugfahrten ist jeder Zug pünktlich abgefahren und angekommen (und das obwohl die Züge relativ voll waren). Dort kann sich die Deutsche Bahn ein Beispiel nehmen!
Zu Ryanair – von Bremen aus kann man Barcelona nur über den Flughafen Barcelona (Girona) anfliegen. Wenn man sich dann nicht erkundigt, ob dass der ganz normale Barelona-Flughafen ist, stellt man nach der Buchung fest, dass dieser über 100km von Barcelona entfernt ist und auch Girona nichts, aber auch gar nichts mit Barcelona zu tun hat. Wäre so als würde man sagen man landet in Hamburg(Bremen).
Hygiene:
Wir haben ca. 6 öffentliche Toiletten (McDonalds, Flughafen, Restaurant usw.) besucht, alle waren ekeliger als die deutschen Discoklos um 4 Uhr morgens. Was mich gestört hat ist, dass das Leitungswasser in Spanien überall gechlort wird. So dass gewaschene Kleidung auch nicht so super riecht. Aber da können die Spanier ja nichts für. Die spanischen “Restaurants” waren sonst sauber und die Strände und Straßen auch.
Auch wenn hier viele negative Punkte aufgezählt werden, war der Urlaub sehr schön. Ich denke, wir werden dort wieder Urlaub machen, da man nach dem ersten Besuch schon eine Menge weiß und man sich gut vorbereiten kann.
(Ich beziehe mich hier ausschließlich auf unseren Urlaub und nicht auf Spanien im Allgemeinen)










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