Mit diesem Beitrag möchte ich endlich mit dem Winter 2009/2010 abschließen. Dieser Winter war nicht nur für Läufer unangenehm, sondern auch für Cacher. Viele Caches sind zwischen Stock und Stein versteckt, wobei Schnee das Auffinden fast unmöglich macht. So sollte es auch bei unserem ersten Multi-Cache ablaufen.
Beim Multi-Cache sind die Koordinaten des Versteckes (Final) zu Beginn der Suche nicht bekannt. Man muss sie sich erst durch das Finden verschiedener Stationen ”erarbeiten”. Meistens erhält man durch die Beschreibung nur die Koordinaten des ersten Hinweises. Dort muss man dann eine Aufgabe lösen, um die Koordinaten der nächsten Station zu erhalten. Aufgaben können in der Cachebeschreibung angegeben sein oder im Auffinden von Dosen bestehen, die weitere Koordinaten enthalten. Quelle: www.cachewiki.de
Begonnen haben wir mit dem Cache am 30.12.2009 und beendet haben wir das “Rätsel” am 13.03.2010. Ich werde hier keine Koordinaten posten, die Teil des Caches sind.
Die erste Aufgabe hieß:
Welche Buslinie fährt hier vorbei?
Die beiden Zahlen der Buslinie wurden zu den letzten 2 Stellen einer vorgegebenen Koordinate hinzugefügt. Diese Koordinate führte uns direkt zum nächsten Rätsel, orientiert haben wir uns mit dem Kompass des iPhones.

Wir waren noch nie im Winter in diesem Park. Ich finde, dass solche Anlagen im Sommer ihren größten Reiz haben, doch durch den Rhododendron, die seine Blätter nicht ablegen wirkt der Park auch im Winter!


Die nächste Aufgabe lautete:
Wie viele kleine blaue Ringe gibt es hier?
Die Lösung war eigentlich ganz einfach, doch erst Mal musste man die Ringe sehen und sie von anderen, ähnlichen Formen abgrenzen. Nachdem wir uns über die Anzahl der Ringe geeinigt haben gab es erst Mal eine Runde Früchtetee, der leider wie Wasser mit einem ganz kleinen Schuss Frucht schmeckte.

Machte aber nichts, wir hatten ja noch eine Menge zu tun. Die verschiedenen Stationen lagen maximal 1 Kilometer voneinander weg.
Bei der nächsten Station hatten wir erste Probleme. Die Aufgabe, die uns die nächste Koordinate geben sollte, hieß:
Addiert die beiden Grundrechte hier.

Das 18. Grundrecht zu finden war gar nicht so einfach, da wirklich alles vollgeschneit war. Ich war zu diesem Zeitpunkt schon ein halbes Jahr durch diesen Park gelaufen, jedoch war mir nie bewusst, dass im ganzen Park verteilt, die Grundrechte auf dem Boden standen. Habe zwar immer gesehen das dort etwas steht, jedoch war es mir nie wirklich wichtig. Nachdem wir die Pressefreiheit ausgegraben hatten, stand auch schon die nächste Koordinate bereit und wieder wurden wir zu einer schwierigeren Aufgabe geführt, die so lautete:
Wieviele Bänke gibt es auf dieser Fläche insgesamt?


Das Zählen der Bänke war nicht das Problem, sondern eher die Fläche zu definieren. Was man auf den Fotos nicht sieht ist, dass die große Gesamtfläche durch einen Absatz in 2 Flächen unterteilt wurde. Wir haben uns dann für die Gesamtfläche entschieden und mit unserem Ergebnis die vorgegebene Rechenaufgabe gelöst, die uns zum vorzeitigen Ende unseres Abenteuers führen sollte. Bei der errätselten Koordinate angekommen, sollte folgende Aufgabe gelöst werden, um den Final (den Cache selbst) zu finden:
Welche Hausnummer gibt es hier?
Wir haben uns gegenseitig angeschaut und wirklich gefragt wo es hier eine Hausnummer geben sollte, wir standen mitten im Park. Dort Drüben, ca 200m weg, war ein kleines Häuschen, jedoch passte der Standort nicht zu unserer Koordinate. Und dann machten wir den größten Fehler, wir zweifelten an unserer Lösung, der letzten Aufgabe mit den Bänken. Wie also vorgehen? Wir haben einfach alle Lösungsmöglichkeiten (Bankkombinationen) ausprobiert und die errechnete Koordinate in den Kompass eingegeben, doch nachdem wir außerhalb des Parks umherirrten, haben wir beschlossen, die Suche für heute zu beenden.
Uns hat das wirklich gewurmt! Den ganzen Abend lang! Wir beschlossen, dass wir am nächsten Tag gleich wieder hin wollten, um heraus zu finden was falsch gelaufen ist. Wir gingen also zu den Bänken und überlegten uns einige Kombinationen und checkten die Koordinaten. Doch es war nur wildes herumgeirre. Wir waren leicht verzweifelt und haben die Suche wieder eingestellt.
Am gleichen Abend nahm ich mit dem Hider (der, der den Cache versteckt hat) Kontakt auf und fragte ihn, ob er sich mit den Bänken vielleicht geirrt hat und sagte ihm, dass wir ratlos seien. Die Antwort lies nicht lange auf sich warten. Er meinte, unsere Anzahl an Bänke, die wir als erstes ermittelt haben ist richtig und um den Cache zu finden müsste man nie den Park verlassen.
Am 2. Januar sind wir dann wieder zu unserer Koordinate und wir standen wieder auf einem freien Feld. WO SOLL DEN HIER EINE HAUSNUMMER SEIN?? Und dann sahen wir sie und brachen in Gelächter aus. So einfach!
Schnell, die Koordinate zusammengebastelt und ab zum Final. Er sollte sich in einem Busch befinden von dem man ein Autobahnschild sehen kann… HÄ?
Doch als wir am Zielort waren, wussten wir was gemeint war. Das Problem war, dass alle Gebüsche verschneit waren und absolut nichts zu erkennen war. Wieder gaben wir uns geschlagen und gingen nach Hause.
Die nächsten Wochen schaute ich beim Laufen immer wieder mal vorbei, doch der Schnee blieb einfach liegen. Am 13.03. sind wir dann wieder in den Park und heute wollten wir nicht ohne einen Eintrag im Logbuch verschwinden. Den Cache habe ich sehr schnell gefunden (echt eine Ausnahme, da sonst meistens Sandra die bessere Spürnase hat :-] ). Somit ist der Winter für uns abgeschlossen!

